Eine ingenieurgeologisch-geotechnische Begutachtung instabiler Hänge und Böschungen beinhaltet in einem ersten Schritt die Gefahren- und Risikoanalyse. Hier muss der Gutachter entscheiden, welches geotechnische Konzept zum Einsatz kommen soll, um ein Schadensereignis zu verhindern bzw. dessen Ausmaß zu minimieren. Folgende Konzepte stehen hier zur Verfügung:

Fangsysteme
Netzsysteme
Messsysteme

Fangsysteme gehören zu den Sicherungselementen, dass heißt, ein Schadensereignis wird dadurch abgewendet, das abstürzende oder abrutschende Fels- und Bodenmassen aufgehalten werden. Dagegen wird mit Netzsystemen eine Böschung stabilisiert, so dass ein Ausbrechen oder Abrutschen von Fels- und Bodenmassen verhindert wird. Auch Stützbauten gehören zu den Stabilisierungselementen. Messsysteme kommen dann zu Einsatz, wenn eine Stabilisierung oder Sicherung nicht unmittelbar notwendig erscheint, eine Bewegungs- und Beschleunigungskontrolle für ein Sanierungskonzept erforderlich ist oder wirtschaftliche Erwägungen eine aktuelle bauliche Maßnahme ausschließen.